«U20-WM» - Ein Erfahrungsbericht von Leana Stadler und Lars Oeschger
Weltmeisterschaft in Eugene: Leana Stadler und Lars Oeschger sammeln wertvolle Erfahrungen Die U20-Weltmeisterschaft in Eugene vom 5. bis 9. August wurde für das BTV-Duo Leana Stadler und Lars Oeschger zu einem besonderen Erlebnis. Beide hatten bereits Erfahrungen an Grossanlässen gesammelt, doch eine Weltmeisterschaft war für beide Neuland. Im legendären Hayward Field trafen Nachwuchsathletinnen und -athleten aus aller Welt aufeinander – mittendrin auch die beiden BTV-Talente, die ihre erste und wichtige WM-Erfahrung sammeln konnten.
Elias Denzler (elias.denzler@btv-athletics.ch) am 25.08.2026 13:58
Leana Stadler: Ein besonderes Erlebnis im Hayward Field
Für Leana Stadler stand neben dem sportlichen Wettkampf vor allem das gesamte Erlebnis einer U20-Weltmeisterschaft im Vordergrund. «Die U20-WM in Eugene war für mich ein extrem tolles Erlebnis», blickt sie auf die Tage in den USA zurück.
Besonders beeindruckt zeigte sie sich vom Hayward Field. Das Stadion sei «einfach riesig» gewesen, die Atmosphäre entsprechend speziell. Auch die Unterkunft der Schweizer Delegation lag unmittelbar neben dem Stadion auf dem Universitätscampus – ideale Voraussetzungen, um die besondere Stimmung rund um die Weltmeisterschaft hautnah mitzuerleben.
Der Moment, selbst in dieses Stadion einzulaufen, blieb Stadler besonders in Erinnerung: «Es ist schon etwas Einmaliges, in das tolle Hayward Stadion hineinzulaufen und auf dieser Bahn rennen zu dürfen. Es hat mega Spass gemacht!»
Sportlich trat die BTV-Athletin über 200 Meter an. Im Vorlauf lief sie in 24,18 Sekunden zeitgleich mit einer weiteren Athletin auf den 3. Rang. Für die Qualifikation für den Halbfinal reichte es damit allerdings knapp nicht.
Mit ihrem Rennen war Stadler entsprechend nicht vollständig zufrieden. Dennoch überwiegen im Rückblick die positiven Eindrücke. «Es war zwar nicht mein bestes Rennen, aber eines, aus dem ich viel lernen und mitnehmen durfte», sagt sie. Gleichzeitig nehme sie viele schöne Erinnerungen mit und sei sehr dankbar, diese Erfahrung gemacht haben zu dürfen.
Auch das internationale Umfeld hinterliess Eindruck. Athletinnen und Athleten aus der ganzen Welt zu treffen und selbst Teil eines solchen Grossanlasses zu sein, empfand Stadler als besonders bereichernd. Obwohl sie bereits Erfahrungen an Grossanlässen mitbrachte, war der Auftritt in Eugene nochmals etwas Besonderes: Es war ihre erste Weltmeisterschaft.
Ein weiterer Höhepunkt war für sie das Precamp. Wegen der Zeitverschiebung reiste das Team bereits einige Tage früher als üblich an. Dadurch blieb vor Beginn der Wettkämpfe viel gemeinsame Zeit. «Wir haben viel Zeit mit dem Team verbracht, was während der Wettkämpfe selber weniger der Fall war», erklärt Stadler.
Sobald die Wettkämpfe begannen, rückten für alle die eigene Disziplin und die persönliche Vorbereitung in den Vordergrund. Umso mehr schätzte sie die gemeinsamen Tage zuvor: «Darum fand ich es schön, dass wir vorher noch so viel zusammen unternehmen konnten.»
Lars Oeschger: Enttäuschung über das Resultat, Freude über die Erfahrung
Auch für Lars Oeschger war die U20-Weltmeisterschaft in Eugene ein bedeutender Wettkampf. Zwar hatte auch er bereits Erfahrungen an Grossanlässen gesammelt, doch der Start in Eugene bedeutete für ihn die erste Teilnahme an einer Weltmeisterschaft. Mit seinem sportlichen Abschneiden zeigte er sich im Anschluss allerdings nicht ganz zufrieden.
In seinem Vorlauf belegte Oeschger mit einer Zeit von 9:02,33 Minuten den 11. Rang. Damit verpasste er den wichtigen achten Platz, der mit dem direkten Qualifikationsplatz für den Final verbunden gewesen wäre.
«Ich bin leider nicht ganz zufrieden mit meinem Ergebnis an der U20-WM», fasst Oeschger seinen Wettkampf zusammen. Der verpasste Finaleinzug war entsprechend enttäuschend.
Trotzdem nimmt auch er viel Positives aus Eugene mit. «Ich habe aber trotzdem viele wertvolle Erfahrungen sammeln und schöne Erinnerungen mitnehmen können», sagt er.
Besonders bedeutungsvoll war für Oeschger zudem die Unterstützung neben der Bahn. Freunde und Familie waren eigens in die USA gereist, um ihn bei seiner ersten Weltmeisterschaft anzufeuern. «Ich habe mich sehr gefreut, dass Freunde und Familie extra in die USA angereist sind, um mich bei meiner ersten Weltmeisterschaft zu unterstützen.»
So bleibt die U20-WM für beide BTV-AthletInnen trotz unterschiedlicher sportlicher Resultate eine prägende Erfahrung. Leana Stadler nimmt die besondere Atmosphäre im Hayward Field, die gemeinsamen Tage im Team und wertvolle Erkenntnisse aus ihrem Rennen mit nach Hause. Für Lars Oeschger war es ebenfalls ein Wettkampf mit Lernmomenten – und für beide trotz bereits vorhandener Erfahrung an Grossanlässen die erste Weltmeisterschaft.